Konzeption

 

Ambulante

Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Hospizgedanke

 

2. Die Arbeit der ambulanten Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

3. Angebote der ambulanten Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

4. Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeitenden

 

5. Voraussetzungen für die Tätigkeit

 

6. Aufgabenbeschreibung der Koordination für den AHD

 

 

 

 

1. Der Hospizgedanke der Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

Fast alle Menschen haben das Bedürfnis und den Wunsch, in ihrer eigenen und persönlichen Umgebung, frei von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen sterben zu können. Dieser Wunsch ist die Grundlage für die Arbeit der Ambulanten Hospizgruppe Eschwege e.V., die im Dezember 1996 gegründet wurde.

 

Die Hospizgruppe Eschwege e.V. umfasst die Hospizdienste in Eschwege, Wanfried und Sontra.

 

Ziel des Vereins ist es, den Schwerkranken und Sterbenden ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen - möglichst in der gewohnten Umgebung. Die Wünsche und Bedürfnisse der Sterbenden und ihrer Angehörigen stehen dabei im Zentrum unserer Arbeit.

 

Wichtig ist, ihnen das soziale Umfeld zu erhalten und von Angehörigen und Freunden umgeben zu sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten den Sterbenden, unterstützen die Angehörigen, stehen zur Seite bei der Organisation der Pflege und helfen im persönlichen Gespräch. Der Wunsch, zu Hause zu sterben, kann nicht immer in Erfüllung gehen, deshalb wird auch in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Institutionen auf diese Bedürfnisse eingegangen.

 

 

 

2. Die Arbeit der Ambulanten Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

  • Begleitung Schwerkranker, Sterbender und deren Angehöriger unabhängig von Herkunft, religiöser Überzeugung und sozialer Stellung

  • Begleitung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Einbeziehung der Kenntnisse und Erfahrungen der Palliativ - Medizin (Symptomkontrolle, Schmerztherapie usw.)

  • Palliativpflegerische Beratung

  • Kooperation mit den bereits bestehenden und begleitungsrelevanten Diensten und Institutionen

  • Vorbereitung der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen auf ihre Begleitungsaufgabe

  • begleitende Unterstützung der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter/innen

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Begleitung von Menschen in Trauersituationen

 

 

 

3. Angebote der Ambulanten Hospizgruppe Eschwege e.V.

 

Die Begleitung orientiert sich an dem individuellen Bedarf des Sterbenden und seines Umfeldes und an seiner konkreten Lebenssituation.

 

Die Angebote umfassen:

 

  • Psychosoziale Begleitung Sterbender und deren Angehöriger

  • Angehöriger

  • Spezielle Angebote für Trauernde

  • Hospizbegleitung zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und im Krankenhaus

  • Informationen zur Patientenverfügung

  • Beratung zur Schmerzbehandlung und Symptomkontrolle

  • Weitervermittlung an kompetente Partner im palliativen Netzwerk

  • Öffentlichkeitsarbeit/ Schulungen/ Seminare/ Vorträge

 

Ambulante Hospizarbeit versteht sich als eine ehrenamtliche Ergänzung zu bereits bestehenden professionellen und nicht professionellen Diensten. Die Mitarbeiter/innen stehen den Betroffenen zusätzlich als Ansprechpartner und Unterstützer zur Verfügung.

 

In Krisensituationen sind wir für Sie Ansprechpartner.

 

Unsere Angebote sind kostenlos und können von allen Menschen in Anspruch genommen werden, unabhängig von Geschlecht, Alter, Konfession, Nationalität und Weltanschauung. Wir unterliegen der Schweigepflicht.

 

 

 

4. Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeiter/-Innen

 

Wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit ist das Engagement Ehrenamtlicher. Sie werden auf die Aufgabe als ehrenamtliche Hospizhelfer vorbereitet, geschult und stetig weitergebildet. Sie werden begleitet durch die Koordinatorinnen in Einzelgesprächen und durch Supervisionen oder in Gruppentreffen.

 

Die Aufgabe kann folgendes beinhalten:

 

  • Dasein und zuhören

  • Stärkung der familiären und individuellen Ressourcen

  • Wahrnehmung der Unsicherheiten und Sorgen, die durch die besondere Lebenslagen

  • entstehen können

  • Vernetzung und Vermittlung anderer Dienste

  • Hilfestellung bei Schmerzen, Ängsten, Erschöpfung

  • Ermutigung zum konstruktiven Umgang mit der Situation

  • Begleitung im Abschieds- und Trauerprozess

Der zeitliche Umfang ist je nach Begleitung bedarfsorientiert.

 

Der Einsatzbereich der Ehrenamtlichen kann je nach Neigung folgendes umfassen:

 

  • Begleiten schwerkranker und sterbender Menschen zu Hause, in stationären Pflegeeinrichtungen, im Krankenhaus

  • Begleiten von Trauernden

  • Patientenferne Mitarbeit im Verein z.B.: Bücherei, …

  • Öffentlichkeitsarbeit (Projekte, Veranstaltungen, …)

  • Mitarbeit im Hospizflohmarkt

  • Mitarbeit an unserem Mitgliederblatt „Hospizbote“

  • Fundraising

  • u.v.m.

 

 

 

5. Voraussetzung für die Tätigkeit

 

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden werden durch einen mehrmonatigen Kurs, der auch Hospitationen und Praktika beinhaltet, auf ihre Aufgabe vorbereitet. Hospizarbeit heißt auch immer Netzwerkarbeit. Die Ehrenamtlichen sollten bereit sein, sich in der Gruppe mit besonderen Situationen auseinanderzusetzen, zum Beispiel in der Supervision oder in themenbezogenen Arbeitskreisen.

 

Weitere Voraussetzungen sind:

 

  • Verbindlichkeit gemäß der Vereinbarung des Vereins

  • enge Kooperation mit den Koordinatorinnen

  • Teilnahme an Supervision und Arbeitskreisen

  • eigenverantwortlicher Umgang mit der Selbstpflege

  • Verpflichtung zur Dokumentation

 

Hospiz-Mitarbeiter/innen unterliegen der Schweigepflicht und den gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes. Über Gespräche in der Supervision und in anderen Gruppen ist Stillschweigen zu bewahren. Diese Verpflichtungen gelten über die Begleitung hinaus, auch bei Ausscheiden aus dem aktiven Hospizdienst, und werden durch jährliche Unterzeichnung bekräftigt. Die Hospizmitarbeitenden erhalten für ihren Dienst keine Vergütung. Tatsächlich entstandener Aufwand wie Telefon, Fahrgeld wird erstattet.

 

 

 

6. Aufgabenbeschreibung der Koordination für den Ambulanten Hospizdienst

 

Die zu begleitenden Personen betreffend:

 

  • erste Kontaktaufnahme zu den Betroffenen und deren Familie und Beratungstätigkeit

  • Klärung ergänzender Hilfen und deren Koordination

  • Auswahl und Einsatz von ehrenamtlichen Begleiter/innen für die Anfragenden

  • Regelmäßige Standortanalyse mit den ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und der Familie

  • Krisenintervention

  • bei Bedarf Koordination der Nachsorge/Trauerbegleitung

 

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen betreffend:

 

  • ständige Ansprechpartner

  • Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen

  • Organisation und Mitwirkung bei deren Schulung

  • regelmäßige Fortbildungen

  • Durchführung regelmäßiger Treffen zum Erfahrungsaustausch

  • enge Anbindung während der Begleitung zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen

 

Allgemeine Aufgaben:

 

  • Kontaktaufnahme/Kooperation mit anderen Diensten/Einrichtungen

  • Beratungstätigkeit

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Fort- und Weiterbildung

  • Administrative Tätigkeiten

  • Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand

  • Mitwirkung in verschiedenen Hospizarbeitskreisen

 

 

 

Wir betreiben einen Hospizflohmarkt, der von unseren Koordinatorinnen und Ehrenamtlichen geführt wird und unsere Hospizarbeit unterstützt. Wir bekommen viele Sachspenden, die wir in dem Flohmarkt verkaufen können. Mit diesem Geld können wir Projekte unterstützen z.B. teure Ausbildungen und Fortbildungen oder Seminare zur Stärkung der Hospizmitarbeitenden.